Im Zeichen der Agfa Synchro Box

Oder: Die Kamera, die mich wirklich hasst.

Eine noch gut erhaltene Agfa Synchro Box zu einem günstigen Preis zu bekommen ist nicht einfach gewesen. Viele wollten mir die Box auf dem Flohmarkt für 30-40 € andrehen. Ebay habe ich bei der Suche nach dieser Kamera nicht über den Weg getraut. Erst an einem kkleinen, privaten Flohmarktstand bin ich vor ein paar Jahren fündig geworden. Die Kamera hat 5 € gekostet, ist mehr oder weniger gut erhalten. Heute durfte sie ihren dritten Film “fressen”.

Fressen ist schon der richtige Ausdruck, den der Film den ich neulich eingelegt hatte, wurde gleich mal zerfetzt beim weiterspulen. Der, den ich letztendlich vollgeknipst habe, hat überall schön gleichmäßige Kratzer und Macken. Aber immerhin habe ich ihn komplett und ohne größere Verluste durch die Kamera ziehen können. Der Auslöser bleibt auch gerne mal komplett hängen. Man kann die Kamera noch so oft ohne Film testen, auseinanderbauen, zusammenbauen – in Aktion hakt dann doch wieder was. Und so bekommt meine Agfa Synchro Box ihren ganz eigenen Charme und das Etikett augedrückt: für surrealistische Fotos bestens geeignet. Niemals verwenden, wenn dir an den Bildern wirklich was liegt.


Eine Tordurchfahrt in der Sophienstraße.


Weinmeister Straße Treppenaufgang.


Kasse.


Fensterfront.


Haltestelle Weinmeisterstraße.

Lomo B/W 400. Selbst entwickelt, selbst zuviele Wasserflecke produziert.

Paris – und warum man 5 Kameras mitnimmt (2)

Ein paar Tage und ein paar Filme später bin ich fast fertig mit dem Sichten der Urlaubsfotos. Es verbleiben nur noch 2 bereits belichtete Filme fürs Labor und weiterhin 3 Filme, die sich immer noch in den Kameras befinden.

Neben der Wahl der “richtigen” Kamera für die “richtige” Situation, ist natürlich auch die Wahl der Filme nicht ganz unerheblich. Ich hatte im Vorfeld mehr Material eingepackt, als ich letztendlich verwendet habe, hatte dadurch allerdings eine große Auswahl und konnte situationsabhängig die Filme auswählen. Vor allem der Eiffelturm und Notre Dame schrieen nach schwarz-weiß Film! Meiner Meinung nach, passt dieser am besten zur Stimmung der beiden Gebäude.

Lomo BW 400 / LC-Wide

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Macro Maniac

Kodak Portra 400 – die neue Version: Ein Film, von dem ich dachte, ich hätte ihn dank eines kaputten Objektivs völlig ruiniert, ist nun überraschenderweise doch völlig korrekt belichtet aus dem Labor zurückgekommen.

Zum Glück: Denn ich hatte mit diesem Film endlich mal wieder den Retroadapter meiner Canon AV-1 ausprobiert. Dieser Adapterring ermöglicht es, ein Objektiv mit dem Filtergewinde zuerst an der Kamera zu befestigen. Also verkehrt herum. Der Vorteil hierbei ist, dass ich mir kein teures Makroobjektiv kaufen muss, sondern bei Bedarf einfach das gute alte 50mm 1:1.8 Objektiv nutzen kann. Natürlich kann ich die Tiefenschärfe nicht mehr beeinflussen sobald das Objektiv verkehrt herum montiert ist. Und ich muss bei jeder Aufnahme eine verdammt ruhige Hand haben (oder eben ein Stativ). Denn der Schärfebereich ist minimal. Einmal kurz zuviel geatmet und gleichzeitig abgedrückt, schon ist das Bild leider unscharf.

Da mir grad nach technischen Details war, habe ich einfach mal eine alte Agfa Isolette auf die Fensterbank gebeten, und sie als Model engagiert.


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Berlin bei Nacht

Heute Abend wenn es dunkel wird: Stativ, Ilford HP 5, Kodak Tri-X, Canon AV-1. Ein Tagesticket der BVG und die Stadt bei Nacht. Das wird lustig! Jetzt muss ich mir nur noch genau überlegen, wo ich überall aussteige und ein Foto mache…