Im Zeichen der Agfa Synchro Box

Oder: Die Kamera, die mich wirklich hasst.

Eine noch gut erhaltene Agfa Synchro Box zu einem günstigen Preis zu bekommen ist nicht einfach gewesen. Viele wollten mir die Box auf dem Flohmarkt für 30-40 € andrehen. Ebay habe ich bei der Suche nach dieser Kamera nicht über den Weg getraut. Erst an einem kkleinen, privaten Flohmarktstand bin ich vor ein paar Jahren fündig geworden. Die Kamera hat 5 € gekostet, ist mehr oder weniger gut erhalten. Heute durfte sie ihren dritten Film “fressen”.

Fressen ist schon der richtige Ausdruck, den der Film den ich neulich eingelegt hatte, wurde gleich mal zerfetzt beim weiterspulen. Der, den ich letztendlich vollgeknipst habe, hat überall schön gleichmäßige Kratzer und Macken. Aber immerhin habe ich ihn komplett und ohne größere Verluste durch die Kamera ziehen können. Der Auslöser bleibt auch gerne mal komplett hängen. Man kann die Kamera noch so oft ohne Film testen, auseinanderbauen, zusammenbauen – in Aktion hakt dann doch wieder was. Und so bekommt meine Agfa Synchro Box ihren ganz eigenen Charme und das Etikett augedrückt: für surrealistische Fotos bestens geeignet. Niemals verwenden, wenn dir an den Bildern wirklich was liegt.


Eine Tordurchfahrt in der Sophienstraße.


Weinmeister Straße Treppenaufgang.


Kasse.


Fensterfront.


Haltestelle Weinmeisterstraße.

Lomo B/W 400. Selbst entwickelt, selbst zuviele Wasserflecke produziert.

Kastanienallee Berlin

Samstag, 15:30 Uhr, Berlin. Eine Pentacon Six, 2 Rollen 400er s/w Film. Bereit für einen kleinen Spaziergang entlang der Kastanienallee. Das Licht ist schnell weg und ich muss die Kamera irgendwann auf F2.8 und eine Verschlusszeit von 1/30-1/15 stellen. Die Bilder sind daher nicht wirklich scharf sondern immer leicht verwackelt. Macht nichts. So ist das eben – analog.


…oder Schwaben raus?


Bevor der Winter kommt.


Die beste Art, sich auszutauschen.

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Vergessene Orte

In keiner anderen deutschen Stadt gibt es wohl so viele vergessene Orte wie in Berlin. Alte Bunker, verlassene Gebäude, geschlossene und dem Verfall überlassene Fabrikhallen finden sich überall in der Stadt. Die meisten sind jedoch aus Sicherheitsgründen für die Öffentlichkeit gesperrt, teils von privaten Sicherheitsdiensten bewacht und oft von hohen Zäunen umgeben. Aber es gibt auch Gelände, auf die man ganz einfach gelangt und bei denen kein Sicherheitsdienst am Zaun patrouilliert.
Vor ein paar Wochen – Anfang April – nutzten wir das schöne Wetter und waren auf dem alten Rewatex Gelände in Berlin Spindlersfeld unterwegs. Die ehemalige Textilgroßwäscherei wurde vor ein paar Jahren aufgegeben und seitdem sind die Gebäude dem Verfall überlassen.
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Doppelbelichtungen Los Angeles – Berlin

Im Zuge eines Workshops habe ich einen bereits belichteten Rollfilm aus Los Angeles bekommen. Ohne zu wissen, welche ISO Zahl der Film hatte oder was der Vorbesitzer fotografiert hatte, wurde der Film von mir mit einer Lubitel 166+ noch einmal belichtet.

Ziel war es, in Berlin Motive zu finden, die amerikanisch aussahen. Bei grauem Winterhimmel und Eiseskälte gar nicht so einfach.

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