X-Pro Redscale – ein Experiment (1)

Vor ein paar Tagen kam mir die Idee zu einem neuen Filmexperiment: Ein Redscale Film ist in der Regel ein umgekehrt eingespulter Farbnegativfilm, warum nicht mal einen Diafilm verkehrt herum in die Filmpatrone spulen?

Das Prinzip ist einfach. Man benötigt einen nicht mehr benötigten Kleinbildfilm. Dies kann ein alter, abgelaufener Film sein oder, wie in meinem Fall, ein geschenkter Film mit nur 12 Aufnahmen, den ich eh niemals verwendet hätte.

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Meine Grundlage: Ein Agfa Portrait 160 und ein Fuji Sensia 200 (für den späteren Redscale Film). Den Agfa Film habe ich vollständig aus der Filmpatrone gezogen und abgeschnitten. Nur ein kleiner Rest blieb übrig.

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Beim Fuji Sensia wird erstmal die Lasche abgeschnitten, damit man eine grade Kante bekommt.

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Mithilfe von Tesafilm wird nun der noch volle Fuji Sensia an den Rest des Agfa Portrait geklebt. Hierbei sollten die Transportlöcher genau passen. Den Film anschließend vorsichtig in die Agfa Patrone einfädeln.

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Die Patronen bilden nebeneinander jetzt eine hübsche Einheit.

Als nächstes einen dunklen Ort aufsuchen und den Fuji Sensia in die leere Agfa Patrone spulen. Dabei sollten die beiden Patronen immer schön dicht beieinander bleiben. Dann kommen erstens weniger Fussel rein und zweitens auch in nicht ausreichend dunkler Umgebung nur ganz wenig Licht.

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Die abgeschnittene Lasche kann als Vorlage verwendet werden, um dem nun umfunktionierten Fuji Sensia wieder eine hübsche Ausgangsform zu geben. Fertig ist der X-Pro Redscale!

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Die leere Fuji Sensia 200 Patrone aufheben und für einen neuen Redscale Film verwenden.

Wichtig ist jetzt noch, die Belichtung des Films und die Kennzeichnung der Filmpatrone für die spätere Entwicklung! Am besten den Film statt mit 200 ISO mit nur 100 ISO belichten. Ich werde außerdem den vollständig belichteten Film wieder aus der Patrone entnehmen und ihn korrekt herum wieder in die leere Fuji Sensia Patrone einspulen für eine Doppelbelichtung!

Pinhole III

Die ersten Testfotos, die ich mit der Pincap für die Canon AV-1 gemacht habe sind endlich entwickelt und gescannt:


Touristenmotiv – faszinierend, dass ein nur Stecknadelgroßes Loch ein Foto entstehen lassen kann!


Mein Favorit – die alte Eiche


Die Stöckchen standen ca. 5 cm von der Kamera entfernt.

Ich denke ich bin bestens ausgerüstet für den World-Pinhole Day am Sonntag!

Dishwasher Safe

Normalerweise bin ich nicht wirklich experimentierfreudig mit meinem Filmmaterial. Doch auf Lomography habe ich neulich einen sehr überzeugenden Beitrag gelesen: unbelichteten Film in die Geschirrspülmaschine, einen Waschgang durchführen, Film in der Dunkelkammer oder einem dunklen Raum aus der Filmpatrone ziehen und mit dem Fön komplett trocken pusten.

Klingt abenteuerlich. Die Durchführung war es auch!

Ich hatte einen Kodak Elitechrome 100 im Spülkorb – ein Diafilm der später gecrosst wurde. Das Filmmaterial verfärbte  sich herrlich pink – zumindest der Teil der standardmäßig aus der Filmpatrone hängt – und ließ sich nur widerwillig mit dem Fön trocknen.  Wirklich trocken war er am Ende nicht, wie mir das Labor später netterweise auf dem Laborschein mitteilte: Film war feucht und leicht verklebt. Nunja. Die Bilder sind trotzdem was geworden.

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