Unterwegs mit der Voigtländer

Vor einiger Zeit bekam ich eine alte Voitgländer Vito CD geschenkt. Anfangs stand sie nur im Regal, denn die meiste Zeit fotografiere ich mit Mittelformatkameras und nutze die Kleinbildschätze nur selten. Inzwischen habe ich die Vito aber durchaus schätzen gelernt. Sie besitzt ein relativ lichtstarkes 50mm Objektiv (1:2.8), einen sehr hellen Sucher, einen eingebauten Belichtungsmesser mit dem man Blenden und Verschlusszeiten aufeinander abstimmen kann und einen butterweichen Auslöser. Die Verschlusszeiten reichen von 1/250 bis B. Gewöhnungsbedürftig ist die Entfernungseinstellung. Die Abstände sind teilweise minimal: 1m, 1.1m, 1.2m, 1.4m, 1.6m, 2m, usw. Da ist schon genaues Schätzen angesagt. Die Kamera eignet sich also eher nicht für den spontanen (scharfen) Schnappschuss.

Neulich waren wir beide im Hamburger Hafen unterwegs und haben an einem grauen Tag, graue Fotos gemacht.

Weiterlesen

Sprung in die Vergangenheit…


Russische Matrosen


Hilfe beim Anlegen

Hafengeburtstag 2011 – Ziwschen all den herumwuselnden Touristen, Shanty-Chören und Fischbuden, schlängelte ich mich mit der Pentacon Six hindurch. Blieb mal hier, mal da stehen, wurde manchesmal zum Hindernis für sich vorbeischiebende Menschenmassen, bekam dafür aber Fotos, die ohne Touristen auskommen. Zum ersten Mal habe ich auch einen Redscale Film in der Pentacon getestet. Bei strahlendem Sonnenschein habe ich diesen allerdings absichtlich überbelichtet (f 4.0 / 1/125). Das Problem an den Redscale Filmen sind die vielen Fussel, die auch durch viel Gepuste und Gepinsel einfach nicht weggehen wollen vor dem Scannen. Also habe ich die Bilder fast in ihrem Ursprungsstatus gelassen. Nur große weiße Flecken wurden weggestempelt. Das Ergebnis sind nicht ganz so rot gesättigte Fotos, die ein wenig aussehen als wären sie aus einer anderen Epoche.


Dreimaster elbabwärts


Abstandhalter (das Labor hat mir einen Knick ins Negativ gemacht.)

Das neue Auge

Das Objektiv hatte ich in der Auslage eines Kamerahändlers entdeckt. Mit einem großen Auge starrte es mich an und schrie “kauf mich”. Da ich ja Kamerazeuchs generell nicht einfach einem unbestimmten Schicksal überlassen kann, durfte das 50mm für die Pentacon Six mit zu mir nach Hause. Ich habe ihm sogar noch einen Köcher gekauft (keines meiner Objektive hat ein so gut ausgestattetes Heim). Und vor 2 Wochen durfte es dann das erste Mal raus. Zu einer Fototour durch einen Teil des Hamburger Freihafens.


Stapelweise – Fuji Provia 400X

Weiterlesen