Infrarot Film in der Südsee

Stéphane Heinz (aka vicuna, seines Zeichens französischer Lomograph mit momentanem Wohnsitz irgendwo in der Südsee, hat grade ein absolut beeindruckendes Album mit “Infrarot” Bildern veröffentlicht.

“Infrarot” steht in Gänsefüßchen, da der Film, den Stéphane benutzt hat, eigentlich kein echter Infrarot Film ist. Der Ilford SFX ist ein schwarzweiss Film mit 200 ISO dabei aber speziell für den Rotbereich sensibilisiert. Man kann ihn sowohl als ganz normalen schwarzweiß Film verwenden als auch mit einem Rotfilter. Je dunkler der Rotfilter, desto stärker auch der “Infrarot” Effekt. Die Sonne wird dabei fast schwarz, Pflanzen werden weiß. Das gute an diesem Film ist, dass er im Gegensatz zu echtem Infrarotfilm leichter zu handhaben ist und einfach wie ein schwarzweiß Film entwickelt werden kann. Ich hatte ihn selbst auch einmal getestet dabei aber nur einen normalen Rotfilter verwendet. Die Ergebnisse waren eher “normal”. Es lohnt sich also in einen richtigen, tiefroten Filter zu investieren.

Blaue Stunde

Der Agfa CT Precisa ist für einige DER Diafilm schlechthin – wenn es um das Cross-Entwickeln geht. Schöne Blautöne, knalliges Rot, nicht so sehr verfälschte Farben. Das sind die Eigenschaften, die den Film ausmachen. Dachte ich zumindest! Der Agfa CT Precisa, den ich neulich in meiner Lomo LC-A belichtet habe, war wohl schon etwas älter. Anders kann ich mir die intensiven Blautöne nicht erklären. Ein Film mit “Wow!-Effekt”.

Hafenrundfahrt
Hafenrundfahrt

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Dishwasher Safe

Normalerweise bin ich nicht wirklich experimentierfreudig mit meinem Filmmaterial. Doch auf Lomography habe ich neulich einen sehr überzeugenden Beitrag gelesen: unbelichteten Film in die Geschirrspülmaschine, einen Waschgang durchführen, Film in der Dunkelkammer oder einem dunklen Raum aus der Filmpatrone ziehen und mit dem Fön komplett trocken pusten.

Klingt abenteuerlich. Die Durchführung war es auch!

Ich hatte einen Kodak Elitechrome 100 im Spülkorb – ein Diafilm der später gecrosst wurde. Das Filmmaterial verfärbte  sich herrlich pink – zumindest der Teil der standardmäßig aus der Filmpatrone hängt – und ließ sich nur widerwillig mit dem Fön trocknen.  Wirklich trocken war er am Ende nicht, wie mir das Labor später netterweise auf dem Laborschein mitteilte: Film war feucht und leicht verklebt. Nunja. Die Bilder sind trotzdem was geworden.

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